Freitag, 19. Dezember 2014

. home


"Bald wirst Du jetzt zweiundachtzig sein. Du bist um sechs Zentimeter kleiner geworden,
Du wiegst nur noch fünfundvierzig Kilo, und immer noch bist Du schön, graziös und begehrenswert.
Seit achtundfünfzig Jahren leben wir nun zusammen, und ich liebe Dich mehr denn je.
Kürzlich habe ich mich von neuem in Dich verliebt, und wieder trage ich in meiner Brust diese zehrende Leere,
die einzig die Wärme Deines Körpers an dem meinen auszufüllen vermag."
-André Gorz | Brief an D. - Geschichte einer Liebe-



die wohl innigste liebeserklärung, die ich je gelesen habe.
das sagen zu können.
nach all den jahren.

weil es so tief ist.
weil es ist, was es ist.


zwei leben die so fest miteinander verflochten sind.
ein leben lang.

und womöglich darüber hinaus.



weil es
zuhause
ist.








home is wherever I´m with you.

Dienstag, 16. Dezember 2014

. so wenig





dem leben wieder ein wenig mehr platz zum atmen geben.


luft.

raum.





zu merken.
es braucht nicht viel.

und so vieles nicht.


es braucht, 
so wenig.


um leichtigkeit zu schaffen, wo schwere ist.
platz.

für gedanken die kreisen.
träume die warten.
worte die sich formen.
hoffnung die wächst.

und das leben. 


manchmal zuviel davon.
und manchmal - gerade genug.





“And so I walked on.”
-Cheryl Strayed, Wild: From Lost to Found on the Pacific Crest Trail-




für die sinne | die seele | handwerk für´s handgelenk (danke anna, es ist unbeschreiblich schön!) | die ohren | die augen | die gedanken

Donnerstag, 11. Dezember 2014

. irgendwie besonders



ein morgen zuhause.
frisch aufgebrühter kaffee, dessen duft den raum ausfüllt und in meine nase steigt.
und dann, mit selbigem im becher, für einen moment auf dem hocker sitzen und die gedanke ziehen lassen.


das.
ist irgendwie besonders.





weil es nicht mehr selbstverständlich ist.
ja, vielleicht. 
vielleicht genau deswegen.

es sind doch die kleinen dinge.





immer.




various cuffs | wild | hauchfein gestreift | schwarz-weiss-grau | two face auf dem weg | feist

Montag, 1. Dezember 2014

. für den augenblick






bis in die nacht hinein vierundzwanzig kleine briefe gefüllt.
und gelesen.

seite um seite.
worte eingesaugt.
wirken lassen.

in der stille der nacht.
ein buch. 
unscheinbar.
aber so gut.

so eindringlich.
so ehrlich.
so echt.



so tief.


über das vergessen.
das verlorene gestern und das ungewisse morgen.


"Wenn mein Gestern verschwindet und mein Morgen unsicher ist,
wofür lebe ich dann noch? Ich lebe für jeden Tag. Ich lebe im Augenblick. 
irgendwann, in nicht allzu langer Zeit, werde ich vergessen haben, 
dass ich vor ihnen gestanden und diese Ansprache gehalten habe. 
Aber dass ich sie irgendwann bald vergessen werde, heißt nicht,
dass ich sie nicht Heute in jeder Sekunde gelebt habe.
Ich werde das Heute vergessen, aber das heißt nicht, dass das Heute nicht wichtig war."




den ganzen tag über sind meine gedanken gewandert.
immer wieder hin zu diesen sätzen.

und trotz der grausamkeit des vergessens, des alzheimer
sind dies, die schönsten worte, die ich je über den augenblick gelesen habe.




wie wertvoll er doch ist.

der augenblick.


und welch ein geschenk erinnerungen zu sammeln und zu behalten.





über den augenblick hinaus.

Freitag, 28. November 2014

. möglich



“you must do the thing you think you cannot do.” 
-eleanor roosevelt-



manchmal muss man genau das tun.
dann, wenn das leben tobt.

wenn das ziel aus dem blick zu fallen scheint.


es an den rand rutscht.
sich in weite ferne schiebt.


dann, wenn es soviel schwerer erscheint als zuvor.

unmöglich.

fast.




nur fast.

es sind die kleinen schritte, die es wieder näher rücken.
den blick erneut fokusieren.



unmögliches möglich machen.





Montag, 24. November 2014

. menschen



nur ein paar minuten für mich.

einatmen.




ausatmen.

während die teeblume in der kleinen glaskanne aufblüht
und jasminduft in meine nase steigt.





meine finger blättern durch ihre geschichten.

lebensgeschichten.

worte.

erinnerungen.


träume.





-Humans of New York | Brandon Stanton-

"I´m homeless, and 
I´m an alcoholic.
But I have a dream."

"What´s that?"

"I wanna go
fishing."





brandon stanton fängt momente ein. lebensmomente. er zeigt menschen. lebendige menschen. menschen mit geschichten. lebensgeschichten. manche von ihnen hinterlassen ein lächeln auf meinen lippen und manche von ihnen tränen in meinen augen. manche machen meine welt plötzlich ganz klein und manche machen sie um soviel größer. es sind die geschichten und die menschen dahinter, die berühren und etwas zurücklassen. leben. irgendwie.






Freitag, 21. November 2014

. eben



stille, weil das leben tobt.
um mich herum.
in mir.

gerade.

immer.



die woche war voll davon.
so voll.

seid dienstag die dreiunddreissig.
leise die jahre gefeiert. 
erinnerungen, die alle mir gehören.

leben, was bist du schön.



ein vierbeiniger wirbelwind mehr.
kleiner mann mit bart und großem selbstbewusstsein.
er passt so gut zu uns. so gut.



heisse milch mit honig für den hustenkranken buben.
dazu wallace & gromit auf dem großen bett.
der geruch von thymian & myrte zieht durch die räume.
winterzeit.



ein stapel bücher. 
wenn die zeit es zulässt streichen meine finger behutsam über die seiten.
blättern kurz hinein. immer wieder.
und wieder.



eine karte aus der ferne.
ein großes gefühl, wenn menschen an einen denken.
nicht vergessen. sich merken. überraschen.
ulma, hab dank!




wenn träume in erfüllung gehen.
42,195K.
ich bin dabei.





eine woche voll mit leben.
wo zeit fehlt und augen müde sind.
dann bleiben dinge liegen und manches still.
aber irgendwie, ist das gut so.

manchmal.


oder eigentlich - immer.

dann bleibt nur zeit für das was wirklich wichtig ist.
das leben.

eben.









Sonntag, 16. November 2014

. donnie




ein schokoladenbrauner wirbelwind.
gerade mal 12 wochen alt und kaum größer als 45cm.


ein straßenwelpe aus griechenland.
genau wie sein "großer bruder" auch. 


nun gehört er zu uns.
sein leben lang.
und wir zu ihm.

wie schön!




herzlich willkommen, kleiner mann mit bart.


herzlich willkommen, onkel donald aka donnie. 
(der bube hat genau den richtigen namen ausgesucht)


Freitag, 14. November 2014

. leben



ein tag wie jeder andere.

nicht ganz.


nein, nicht ganz.





und ich bin dankbar. heute noch viel mehr als sonst.

dankbar für das leben.
mein leben.

und dankbar für frederick banting & charles best
die mutig waren - wagemutig.
die geforscht haben, auf der suche nach einem heilmittel.
und das insulin fanden.

eine unscheinbare, klare flüssigkeit - die für mich - leben bedeutet.



kaum vostellbar, dass die menschen - vor nicht mal 100jahren - 
nach der diagnose diabetes typ1 nur noch wenige wochen zu leben hatten. 
kaum vorstellbar. erschreckend.


heute darf ich - dank der forschung - leben.
ein gutes leben.
ein richtig, gutes leben.

ich bin dankbar, das menschen forschen. 
ich bin dankbar, dass sie wagen.
nicht aufgeben.
dass es, zwar keine heilung, dafür aber - leben gibt.


ja, dafür bin ich dankbar.
heute, an diesem 14. november 2014.



ein ganz normaler tag.
scheinbar.
und doch - groß.
irgendwie.


einfach, weil ich lebe.



diabetes typ 1 ist eine autoimmunerkrankung, bei der das eigene immunsystem die zellen zerstört, die das lebenswichtige insulin produzieren. was der auslöser ist, weiss man noch nicht wirklich. aber es kann jeden treffen. hat nichts damit zu tun, wieviele süssigkeiten man als kind gegessen hat oder eben nicht. man kann es nicht verhindern. man kann nichts dagegen tun. aber man kann damit leben. ein gutes leben. ein richtig gutes leben. dank den menschen die unermüdlich gefroscht haben und denen, die es immer noch tun. und auch wenn viele gegen forschung sind, ich bin dankbar dafür. unendlich dankbar. ohne sie, wäre ich heute nicht hier und würde diese worte tippen. heute ist welt diabetes tag - und ich bin unendlich dankbar.

Donnerstag, 13. November 2014

. gedankengut


wenn worte fehlen,
da wo sie zuviel sind.

in gedanken.
im sinn.

aus dem sinn.



sie kreisen.
zu schnell vielleicht.
viel zu schnell.

und bilden knoten,
die kaum mehr zu lösen sind.


oder schwer nur. 


verwirrungen,
auf der suche nach entwirrung.


am ende bleibt.
stille.
für den moment.

für den augenblick.


bis 

die worte ihre weg finden. 
wieder.
wo sie hingehören.
sein können.
dürfen.

auf ein stück papier gebracht. 

 gedankengut.




kopfwortgedankenknoten lösen | damit und damit. | mich darauf freuend (danke ulma) | darauf hoffend | und in lebenserinnerungen schwelgend. bald dreiunddreissig jahre. leben.

Freitag, 7. November 2014

. solang


"und wenn du rennst und denkst es geht nicht
weiter auf dem weg den du gerade gehst.
schick ich dir wind und schau er trägt dich,
solang dir dein atem fehlt."

-fiva|das beste ist noch nicht vorbei-


das beste ist noch nicht vorbei.
noch nicht.


worte und melodie im ohr.
jeden morgen auf meinem weg.
ganz früh, wenn die welt noch verschlafen ist.
wenn mein atem leise wolken bildet

dann, wenn die stille um mich herum erwacht. 
dort am großen fluss.

dann lauschen ich den worten in meinem ohr.
meine füsse laufen im takt zur melodie.
ein lächeln schleicht sich auf meine lippen und ich kann ihn spüren.
den wind.


der trägt.


solang der atem fehlt.



Dienstag, 4. November 2014

. alles gut





alles gut.
dieser tage.

leichtigkeit hat sich eingestellt.
wege scheinen nun ebener.
irgendwie.
sind sie es.
nun.


der novemberwind weht durchs leben.
wirbelt. sortiert.
erinnerungen.
an ein leben. lang.

mein november.
schon immer.

das grau hinterlässt wärme.
und das gefühl von ankommen.
wo auch immer.
wann auch immer.

bei mir.


auf jeden fall bei mir.





und dann - ist alles gut.




novemberlichter die sich in den vorhängen verfangen | ein pony. endlich wieder. wie damals - immer. | handgeschriebene puderpost | gedankenpinselstriche | fumes | worte einer mutter, die schöner nicht sein können. | modekunst 



"what comes easy won´t last.
what lasts won´t come easy."
-unknown-

Dienstag, 28. Oktober 2014

. dieser tage










zuviel.
immer noch.

viel zu viel.


aber dann sind da diese momente.
dann, wenn die spätnachmittagssonne ihre schatten an die wand malt.
wenn frischer kaffeeduft durch die räume zieht und sich in meiner nase festsetzt.

dann, wenn musik mich durchflutet und alle müdigkeit weichen muss.
wenn sich ein lächeln auf meine lippen schleicht.
dort verweilt.
weil es das leben ist, was tobt.

weil es so ist, wie es ist, damit träume fliegen können.
weil es so gewählt wurde.
und weil es meines ist.

ein gutes.
leben.



und in diesen momenten weiss ich, dass ich nie tauschen würde.
dass das "zuviel" - trotz allem - nicht zu viel ist.
das ich kann, was ich muss.

weil ich will.



träumen.




fliegen.





Freitag, 24. Oktober 2014

. genug





"the moment was all;
the moment was enough."
-virginia woolf - the waves-



so schnell ziehen sie vorbei. die tage.
sie scheinen zu fliegen. 
zu schnell.
manchmal.

voll sind sie. übervoll.
und müde.
so müde.


den weg am fluss. so oft bin ich ihn gegangen, dieser tage.
ich mag ihn. so sehr.
dann, wenn meine füsse so schnell laufen, wie sie können.
und dann, wenn sie müde und langsam dahin schleichen.

ich mag den geruch des wilden flusses.
dann, wenn er in stürmischen wellen an mir vorbeizieht.
und dann, wenn er leise dahinplätschert.

die sonnenstrahlen, die durch die blätter brechen.
sich ihren weg bahnen. auf mein gesicht. in meine gedanken.

das rauschen, der bäume über mir. um mich herum.
blätter die im wind tanzen. 
fliegen.
ihre spuren hinterlassen.


es sind die momente.
die kleinen. stillen. unscheinbaren.
momente.

und manchmal auch die wilden. die stürmischen. die lauten.


sie sind.

alles.



genug.