Freitag, 27. März 2015

. das wichtigste


"das wichtigste ist, dass du deine ganzen beschissenen träume und hoffnungen packst und sie nie mehr loslässt", 
hatte er gesagt. " du kannst schreien, du kannst verzweifeln, du kannst winseln. 
doch selbst wenn du schon kaum mehr an dich glaubst, du darfst sie nicht loslassen."
-benedict wells | fast genial-



es gibt sätze in büchern, an denen bleiben meine gedanken hängen. und mein herz.
immer und immer wieder gleiten meine augen über die wörter.
saugen sich fest. saugen sie ein.
jedes einzelne.


um sie nie wieder zu vergessen.
um nicht - los zu lassen.





niemals.
auf keinen fall.
selbst dann nicht.
oder gerade - dann nicht.


stolpern, hinfallen, wieder aufstehen, den staub abschütteln - und weiter gehen.
und dabei nicht - loslassen.



unter gar keinen umständen.





das ist das wichtigste.


und dabei das tanzen nicht vergessen. clemetine.

Freitag, 20. März 2015

. augen blick






“To be alive, to be able to see, to walk, to have houses, music, paintings – it’s all a miracle.
I have adopted the technique of living life miracle to miracle.”
-Arthur Rubinstein-



von wunder zu wunder.
leben.


manchmal im auge des wirbelsturms zu stehen.
im nahezu windstillen raum, während alles um einen herum tobt.
von dort das leben sehen.
und all die kleinen wunder in ihm.
selbst im größten sturm.

selbst dann.
oder vielleicht - genau dann.

sind sie da.


immer.



leisen tönen lauschen. 
worte einsammeln.

Freitag, 13. März 2015

. so was von da




ein buch, welches einen einsaugt.
im sog der wörter. gefühle. des lebens.
vielleicht eines der besten bücher, die ich in den letzten wochen gelesen habe.
eben weil es einsaugt. nicht los lässt.
weil es umklammert und gefühle hervorbringt.
weil da immer wieder der moment des erkennes war.
erinnerungen an wilde zeiten.
und es ist gut sich zu erinnern. 
nochmal zu fühlen, was längst vergessen.
vergraben unter all den jahren.
und doch. 
da.


und da war dieses konzert. ein paar tage zuvor.
laut. vielleicht zu laut, oder gerade laut genug um sich lebendig zu fühlen.
dort, in der ersten reihe. 
von vorn sieht die welt ganz anders aus.
dort ist es noch lauter und noch ein bisschen wilder.
und nach anfänglichem unbehagen war es genau der platz wo ich sein wollte.
ganz genau da.



das leben, dass da ist.
wild. roh. mit voller wucht.
manchmal viel zu schnell.
zu laut.
zu viel.
und doch gut, so wie es ist.
weil es leben ist.
weil es gelebt wird.






weil es gute bücher gibt. und  laute konzerte. die einen taumeln lassen vor glück.



und ich mittendrin.
in diesem leben.
meinem leben.




so was von da.




"manchmal glaube ich, dass er mit seinem schieren willen naturgesetze außer kraft zu setzen vermag."
-so was von da|tino hanekamp-

Mittwoch, 4. März 2015

. tage wie diese




es gibt momente, in denen bin ich einfach nur schrecklich müde.
weil es an mir zerrt.
das leben.
das um-mich-herum.

all die dinge, die getan werden müssen. sollen.
und die dinge, die so sind, wie sie eben nun mal sind.

es ist so vieles, was dabei auf der strecke liegen bleibt.
unterwegs fast verloren geht.
weil die zeit dazu fehlt.
das gepäck scheint zu schwer,
der tag zu voll und die nacht zu kurz.



und dann gibt es diese tage,
an denen ich immer noch schrecklich müde bin,
aber an denen meine hände ihr werk verrichten dürfen.
das, wozu sie gemacht sind.
wonach sie sich sehnen.

dann sammle ich das liegengebliebene vom wegesrand auf  und schultere meinen rucksack neu.


weil die zeit da ist.
für den moment.




und das sind sie.
die tage an denen ich weiß, warum & wofür.


dann ist es gut, so wie es eben gerade ist.





this anarchistic heart of mine.

Freitag, 20. Februar 2015

.


wenn das nachmittagslicht durch die ritzen der jalousie bricht.
sich spiegelt und schatten an die wand wirft.
dann überkommt mich das tiefe gefühl genau da zu sein, wo ich hingehöre.
in jenem leben, welches mein ist.

es sind diese momente, die zählen.
diese gefühle, die halten.
genau diese.

gut ist das.



so gut.




mit einem glas gin tonic in der hand und diesem lied im ohr sitze ich hier und lasse gedanken worte werden. 
und auch das ist gut. so gut.

Montag, 16. Februar 2015

. ein morgen wie dieser


das leise erwachen.
träume die durch die gedanken wirbeln, sich zwischen den kissen verlieren.
langsam.
ganz langsam.

ein blinzeln.
nur einen augenblick.
und dann noch einmal umdrehen.
das gesicht in der decke vergraben.
gezogen bis unters kinn.
den träumen nachlaufen.
der versuch sie zu erhaschen.
nur einmal noch.
ganz kurz.

nur.


das sanfte erwachen.
nicht in die schnelligkeit des morgens hinein.
sondern in den moment.
zeit die stillsteht.
für einen augenblick.
an diesem morgen.

der sein darf, so wie er ist.
verschlafen.
langsam.
leise.
sanft.


ein morgen wie dieser.

und noch sechs weitere davon.
(so fühlt sich urlaub an. so fühlen sich ferien an. genau so)



und so auch.



“The moment was all; the moment was enough.”
-Virginia Woolf-

Dienstag, 3. Februar 2015

. warten


warten.

dieses unruhige gefühl tief im inneren.
das einen kaum still halten - keinen klaren gedanken, fassen lässt.
schmetterlinge im bauch, die keine sind.
diese sehnsucht danach, dass endlich etwas passiert.
endlich.

weil das warten zerrt.
an der zeit. den nerven. der geduld. dem leben.
weil sekunden wie minuten erscheinen und nur im stundentakt vergehen.
weil es scheint, als würde alles stillstehen, obwohl die welt sich doch weiterdreht.
viel schneller. 
und man selbst kommt kaum hinterher.

dann, wenn der atem stockt. bis man merkt, man hat ihn selbst angehalten.
um wenigstens das gefühl von innerer ruhe zu bekommen.
wenigstens das.

das ist nicht das warten, welches von unbändiger vorfreude begleitet wird.
es ist das warten, welches die letzten kräfte raubt.


was bleibt ist der mut zu hoffen.
der blick in die ferne. wenn auch nur verschwommen.
vage.



und das wagnis zu wissen. 
es muss. es soll. es wird.




werden.




back to the river.

Mittwoch, 21. Januar 2015

. wegbegleiter


immer unterwegs. von hier nach da. 
durch den tag hindurch.

manche tage sind schneller als andere.
es scheint als würde man nicht hinterherkommen.
den anschluss verlieren.

der morgen ist zu früh.
der abend viel zu spät.
die nacht zu kurz.

es sind die kleinen dinge, die alles zusammenhalten.
die unscheinbaren.


wegbegleiter.






durch den winter, bis der sommer wieder kommt.





für worte & gedanken | das, dies & jenes für winterhände | das J immer dabei | sich verlieren | lifecycling | und seine stimme im ohr, früh morgens auf meinem weg am wilden fluss entlang



Freitag, 16. Januar 2015

. manchmal



"One must maintain a little bit of summer,
even in the middle of winter."
-henry david thoreau-




wie gut, dass ich erinnerungen gesammelt hab.
den sommer eingefangen.
ein stück weit.


ich kann ihn noch hören.
schmecken.
riechen.

fühlen.



ich weiss noch, wie er war.
wie er ist.




ich hab ihn nicht vergessen.
und ich weiss,


nach jedem winter folgt ein neuer sommer.


und manchmal, manchmal ist das alles was ich wissen muss.
manchmal ist der gedanke daran

genug.







gesehen | gehört | gelesen | erinnert | getrunken | geträumt | gelernt 

Freitag, 9. Januar 2015

. so viel mehr



dem leben raum zum atmen,
dem jahr raum zum sein

geben.


weniger.
und dann noch ein bisschen weniger.

weil so vieles zuviel ist und so wenig wirklich gebraucht wird.
und weil es sich gut und richtig anfühlt.

nach leichtigkeit.
und freiheit.

und davon braucht es mehr.





so viel mehr.




und im hintergrund dieses lied.

Dienstag, 6. Januar 2015

. sein lassen


“It was all unknown to me then, as I sat on that white bench on the day I finished my hike.
Everything except the fact that I didn't have to know. 
That is was enough to trust that what I'd done was true. 
To understand its meaning without yet being able to say precisely what it was, 
like all those lines from The Dream of a Common Language that had run through my nights and days. 
To believe that I didn't need to reach with my bare hands anymore. 
To know that seeing the fish beneath the surface of the water was enough. 
That it was everything. It was my life - like all lives, mysterious and irrevocable and sacred.
So very close, so very present, so very belonging to me.

How wild it was, to let it be.”
-cheryl strayed | wild-



sein.



lassen.





weil es sich nicht einfangen,
sich nicht in listen fassen lässt.
weil es, allen plänen zum trotz, wild ist.
macht, was es will.

weil es, leben ist.
so wie es ist.
wie es sein will.



unbändig, einzig & wild.





es gab einen plan und doch kam soviel anderes. im letzten jahr.
nun gibt es keinen mehr. nicht wirklich.

nur den, sein zu lassen.
nicht am anfang des weges schon das ende sehen zu wollen.
nicht jetzt schon ein bild von dem zu haben, was einmal sein soll. sein wird.
kleine schritte zu setzen. 
entgegen.
vorwärts. immer vorwärts.


die sonne im gesicht, dem regen zum trotz. 
mit hoffnung. mit mut. 
einen schritt vor den anderen.




weil, 
es sein zu lassen, 
wild genug ist.



im ohr dieser tage - das.

Dienstag, 30. Dezember 2014

. übergangsweise




"May your coming year be filled with magic and dreams and good madness. 
I hope you read some fine books and kiss someone who thinks you're wonderful, 
and don't forget to make some art -- write or draw or build or sing or live as only you can.
And I hope, somewhere in the next year, you surprise yourself.

I hope that in this year to come, you make mistakes.
Because if you are making mistakes, then you are making new things, 
trying new things, learning, living, pushing yourself, changing yourself, changing your world. 
You're doing things you've never done before, and more importantly, you're Doing Something.
So that's my wish for you, and all of us, and my wish for myself. 
Make New Mistakes. Make glorious, amazing mistakes. 
Make mistakes nobody's ever made before. 
Don't freeze, don't stop, don't worry that it isn't good enough, or it isn't perfect, whatever it is:
art, or love, or work or family or life.

Whatever it is you're scared of doing, Do it.
Make your mistakes, next year and forever."
-new years wishes | neil gaiman-





wünsche.
das sind sie.
und wer könnte sie schöner in worte fassen als er?

das ist es.
genau das.


kommt gut hinüber.
nehmt die leichtigkeit mit, die hoffnung, die liebe, das wunderbare leben - das glück.
möge das neue jahr gut zu euch sein.

macht fehler.
seid mutig.


liebt.

tanzt.
singt.

lacht aus vollem herzen.

träumt groß.


lebt.




"Whatever it is you're scared of doing, Do it."
-neil gaiman-

Freitag, 19. Dezember 2014

. home


"Bald wirst Du jetzt zweiundachtzig sein. Du bist um sechs Zentimeter kleiner geworden,
Du wiegst nur noch fünfundvierzig Kilo, und immer noch bist Du schön, graziös und begehrenswert.
Seit achtundfünfzig Jahren leben wir nun zusammen, und ich liebe Dich mehr denn je.
Kürzlich habe ich mich von neuem in Dich verliebt, und wieder trage ich in meiner Brust diese zehrende Leere,
die einzig die Wärme Deines Körpers an dem meinen auszufüllen vermag."
-André Gorz | Brief an D. - Geschichte einer Liebe-



die wohl innigste liebeserklärung, die ich je gelesen habe.
das sagen zu können.
nach all den jahren.

weil es so tief ist.
weil es ist, was es ist.


zwei leben die so fest miteinander verflochten sind.
ein leben lang.

und womöglich darüber hinaus.



weil es
zuhause
ist.








home is wherever I´m with you.

Dienstag, 16. Dezember 2014

. so wenig





dem leben wieder ein wenig mehr platz zum atmen geben.


luft.

raum.





zu merken.
es braucht nicht viel.

und so vieles nicht.


es braucht, 
so wenig.


um leichtigkeit zu schaffen, wo schwere ist.
platz.

für gedanken die kreisen.
träume die warten.
worte die sich formen.
hoffnung die wächst.

und das leben. 


manchmal zuviel davon.
und manchmal - gerade genug.





“And so I walked on.”
-Cheryl Strayed, Wild: From Lost to Found on the Pacific Crest Trail-




für die sinne | die seele | handwerk für´s handgelenk (danke anna, es ist unbeschreiblich schön!) | die ohren | die augen | die gedanken

Donnerstag, 11. Dezember 2014

. irgendwie besonders



ein morgen zuhause.
frisch aufgebrühter kaffee, dessen duft den raum ausfüllt und in meine nase steigt.
und dann, mit selbigem im becher, für einen moment auf dem hocker sitzen und die gedanke ziehen lassen.


das.
ist irgendwie besonders.





weil es nicht mehr selbstverständlich ist.
ja, vielleicht. 
vielleicht genau deswegen.

es sind doch die kleinen dinge.





immer.




various cuffs | wild | hauchfein gestreift | schwarz-weiss-grau | two face auf dem weg | feist